Archiv für Mai 2008

Das Muttertags-Kuddelmuddel

Montag, 12. Mai 2008

Zwei Mal Muttertag in einem Jahr – hat es so etwas schon mal gegeben? Nun ja, auch in diesem Jahr gibt es nicht wirklich zwei Muttertage. Aber ein paar voreilige Kalenderhersteller haben in ihren Kalendern den 4. Mai zum Muttertag gemacht, wohl weil der richtige – gestrige – Muttertag in diesem Jahr auf den Pfingstsonntag fällt.

Das ist ja eigentlich kein großes Ereignis – Christoph und Lena sehen das vermutlich aber etwas anders. Lenas Lehrerin in der Vorschule war der Meinung, Muttertag wäre am 4. Mai, Christophs Klassenlehrerin sprach vom 11. Mai. Das gab heftige Diskussionen am Frühstückstisch – und natürlich wurde auch ich um meine Meinung gebeten. Nur: Ich hatte keine Ahnung.

Also bereitete sich Lena auf den Muttertag am 4. Mai vor und Christoph auf den Muttertag am 11. Mai. Als dann am 3. Mai in meiner Tageszeitung stand, dass der Muttertag definitiv am 11. Mai sei, brachte ich es nicht übers Herz, Lena über das richtige Datum zu informieren. Und so konnte meine Nichte zwei Muttertage genießen. Sie verriet mir gerade am Telefon, dass sie überlegt, die Kalenderhersteller zu bestechen, damit es im nächsten Jahr wieder so ein angenehmes Durcheinander gibt. Ich kann es ihr nicht verdenken …

Das Handy-Dilemma

Samstag, 03. Mai 2008

Ich gestehe: Die Erfindung des „Handys“ war mir immer schon sehr suspekt. Immer erreichbar sein? Wild tippend unzählige SMS verschicken, in einer Geheimsprache, die für mich ein Buch mit sieben Siegeln ist? Und nicht zuletzt: Eine klingelnde, vibrierende Tasche?

Es ist wohl unnötig zu erwähnen, dass auch ich seit mehreren Jahren im Besitz eines Handys bin. Es ist eben manchmal doch sehr praktisch, unterwegs erreichbar zu sein. Zum Beispiel, wenn man sich im Park zu einem Picknick verabredet hat, sich aber partout nicht findet, weil man an den entgegengesetzten Enden aufeinander wartet.

Und dennoch: Die klingelnde, vibrierende Tasche ist von jeher ein unlösbares Problem für mich. Wo steckt es nur, das verflixte Ding, neben Pflegelippenstift, Taschentüchern, Notizblock, Schlüssel, Kalender … Hat man’s dann endlich gefunden und will eben rangehen – hört es auf zu klingeln, der Anrufer ist dann meist auch „Unbekannt“. Beseitigen lässt sich das Dilemma nicht. Wie sieht denn das aus, ein Handy am Rock befestigt? Oder gar in der – meist gar nicht vorhandenen – Blusentasche verstaut? Aber vielleicht lassen sich ja mal Handy- oder Taschenhersteller dazu etwas einfallen – man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben.

 

Foto: pixelio.de

Dem Vatertag eine neue Richtung geben?

Samstag, 03. Mai 2008

Bundesfamilienministerin von der Leyen fordert nüchterne Väter am Vatertag, die mit ihren Kindern etwas unternehmen sollen, statt sich dem Teufel Alkohol zu ergeben. Nun ja. Ich kann mir auch etwas Besseres vorstellen, als grölende Männerhorden, die einen Bollerwagen voller Alkohol hinter sich herziehen, zumal gerade in meiner Stadt in den letzten Jahren durchaus einiges an Zerstörungen zu verzeichnen war, die man wohl getrost dem übermäßigen Alkoholkonsum der Bollerwagentruppen zuordnen kann.

Aber erstens ist doch klar, dass ein solcher Appell bei der männlichen Bevölkerung großen Unmut hervorrufen muss. Tenor: Was mischt sich die gute Frau in das Privatleben ihrer Bürger ein? Und zweitens habe ich seit Jahren den Eindruck, dass es eben nicht die Väter sind, die sich dem Bollerwagen-Ritual hingeben. Mir scheinen die meisten doch recht jung für eine Vaterschaft zu sein, gerade wenn man der Statistik glaubt. Schließlich gehört ja auch ihr Mann, nach ihrer Aussage, nicht zu den Vatertags-Trinkern. Und mir persönlich sind ebenfalls keine Väter bekannt, die diesem Ritual frönen.

Die schönsten Rituale für Kinder

Samstag, 03. Mai 2008

Das ist doch mal wieder ein schönes Büchlein, wie ich finde: Die schönsten Rituale für Kinder versammelt altbekannte und von mir sehr liebgewonnene Rituale. Plätzchen backen zu Weihnachten, Eier anmalen zu Ostern und das Laterne gehen an St. Martin sind ebenso dabei wie niedliche Tipps, um unliebsame Aufgaben zu geradezu spannenden Abenteuern zu machen. Das Aufräum-Wettspiel auf Zeit etwa.

Und natürlich fehlt auch das Trostlied bei einer Schramme nicht: „Heile, heile, Segen! Sieben Tage Regen, sieben Tage Sonnenschein. Bald wird´s wieder besser sein.“ Vieles davon ist gerade mir natürlich altbekannt, aber ich habe gerne in dem Band geschmökert, und die eine oder andere Neuigkeit konnte auch ich aus diesem Buch ziehen.