Archiv für Januar 2009

Wie lange in die Elternzeit?

Samstag, 24. Januar 2009

Ein häufiges Thema in Still-Cafés, das durchaus sehr kontrovers diskutiert wird: Wie hältst du’s mit der Elternzeit? Geht’s nach einem Jahr zurück in den Beruf? Oder gar schon früher? Werden die vollen drei Jahre Elternzeit ausgenutzt?

Und wie geht es dann weiter? Teilzeit oder Vollzeit? Vielleicht bleibt ja auch der Mann zu Hause oder fährt seine Wochenarbeitszeit ebenfalls zurück? In diesen Gesprächen geht es jedes Mal hoch her. Klar ist: Die Möglichkeiten sind so vielfältig wie die Familien, die sie leben. Klar ist allerdings leider auch: Toleranz ist unter den Müttern eher selten. Die Mütter, die so lange wie möglich ihr Kind zu Hause betreuen möchten, sehen Mütter mit frühem Berufswunsch als Rabenmütter an. Anders herum werden diese Mütter von den berufstätigen zu „Glucken“ degradiert. Verständnis für die jeweils andere Seite: Fehlanzeige.

Liebe Leser: Wie gehen Sie mit der Elternzeit um? Welche Arbeitszeitmodelle haben Sie geplant, die vielleicht auch an den Arbeitgebern zu scheitern drohen?

 

 

Foto: pixelio.de/Stefan Beger

„Mama, das Geld ist alle!“

Donnerstag, 08. Januar 2009

Das liebe Geld – ein Thema, das Eltern und Kinder gleichermaßen bewegt. Dabei ist klar: Taschengeld ist für Kinder wichtig. Es gibt ihnen ein wenig Autonomie, hilft, wirtschaftlich zu denken, und fordert Planung: Wofür möchte ich mein Geld ausgeben? Will ich es sparen für einen größeren Wunsch? Damit Kinder den Umgang mit Geld aber auch wirklich lernen können, ist die Strafmaßnahme „Taschengeldentzug“, die zu meiner Zeit neben dem Hausarrest eine beliebte Strafe war, nicht ratsam. Auch als Belohnungsinstrument ist Taschengeld nicht geeignet.

Aber was tun, wenn der Nachwuchs das Geld für Dinge ausgibt, die den Erwachsenen unnütz erscheinen? Ein befreundetes Paar steht nahezu wöchentlich vor diesem Dilemma: Während sie die Verwendung des Taschengeldes konsequent in die Hände ihrer kleinen Söhne legt, legt er des Öfteren sein Veto ein, wenn Nico mal wieder völlig überteuerte Süßigkeiten kaufen möchte, weil er neugierig auf die Überraschung ist. Seine Meinung: Der Junge lässt sich über den Tisch ziehen und als Vater muss er seinen Sohn vor Schaden bewahren. Seine Frau sieht das anders: Natürlich möchte sie wissen, wofür ihre Kinder ihr Taschengeld ausgeben, kommentiert die Einkäufe allerdings überhaupt nicht. Schließlich sollen die Kinder lernen, eigenverantwortlich mit ihrem Geld umzugehen.

In einem Punkt sind sich die beiden allerdings einig: Ist das Taschengeld ausgegeben, hilft kein Betteln und kein Flehen, auch nicht das Argument „Die anderen haben alle mehr“. Nachschub gibt es nicht. Doch auch wenn die beiden vor ihren Kindern konsequent auftreten, nagt der Zweifel an ihnen: Sie halten die Höhe des Taschengeldes für angemessen, doch die anderen Kinder bekommen fast alle wesentlich mehr – zu viel in den Augen der beiden, um den Kindern klarmachen zu können, dass Geld ein knappes Gut ist.

Wie gehen Sie mit dem heiklen Thema Taschengeld um? Halten Sie Ihre Kinder zum Sparen an? Mischen Sie sich in die Einkäufe Ihrer Kinder ein?

 

Foto: pixelio.de/Klaus-Uwe Gerhardt