“Wegen Überfüllung geschlossen!” So oder so ähnlich könnte es an der Tür zum Kinderzimmer meines 4-jährigen Sohnes heißen. Was sich in den vergangenen Jahren an Bespielbarem alles angesammelt hat, ist wirklich unglaublich. Aber ehrlich gesagt auch schön! Trotzdem beschleicht mich das ein oder andere Mal ein schlechtes Gewissen, das sich mit Fragen herumquält wie: “Ist das Kind denn nicht maßlos verwöhnt?”, “Weiß er das Ganze überhaupt zu schätzen?” Oder: “Will ich vielleicht irgendetwas mit dem ganzen Spielkram kompensieren?” Und dann kommen auch noch die absolut überflüssigen Kommentare der ein oder anderen Tante dazu wie: “Mein Gott, hat das Kind eine Menge Spielzeug!” Komisch nur, dass besagte Tanten bei jedem Besuch ihren Teil dazu beitragen, dass das Sortiment unserer Wasserspritzpistolen, um ein Weiteres ergänzt wird.
Mal ganz ehrlich, was kann ich denn dazu, dass wir eine so große Familie haben, die man alle Nase lang trifft? Und noch viel weniger kann ich dazu, dass jeder immer eine “Kleinigkeit” für die Kinder dabei hat. Außerdem werde ich einen Teufel tun, den Leuten zu verbieten meinem Kind etwas zu schenken. Wer freut sich denn nicht über Geschenke?! Außerdem sind mein Mann und ich so richtig verwöhnte Einzelkinder. Wäre es nicht ungerecht, die eigenen Kinder nicht auch zu verwöhnen? Sicherlich, nun stellt sich die Frage: “Kann man das Kind nicht auch anders, als mit Spielzeug verwöhnen?” Ja, man kann. Und zwar zusätzlich!
Unabhängig davon wird das Zeug in jedem Fall bespielt. Wenn heute nicht gerade von unserem Sohn, dann morgen oder übermorgen vielleicht von unserer Tochter. Aber in jedem Fall und das jederzeit von meinem Mann!
Wie sieht es denn im Kinderzimmer Ihrer lieben Kleinen aus?
