Archiv für August 2009

Oma und Opa sei Dank!

Dienstag, 25. August 2009
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Dirk Schelpe/pixelio.de

Es hatte schon was für sich – damals. Als drei, manchmal sogar vier Generationen unter einem Dach oder zumindest in einem Dorf oder einer Stadt wohnten. Leihomas oder -opas, Kitas oder Tagesmütter waren gänzlich unbekannt, da eben gar nicht nötig. Unsere Familie könnte ohne die beiden Omas, die trotz Berufstätigkeit immer zwischendrin Zeit für ihre Enkel finden, gar nicht funktionieren.

Obwohl die Omas 20 Kilometer entfernt wohnen, düsen sie mal eben schnell vorbei, wenn ich noch was arbeiten muss und die Kinder unterhalten werden wollen. Die sonst von allen so geliebten sechswöchigen Sommerferien arten bei mir in echte Stresswochen aus. Der Kindergarten hat vier Wochen geschlossen, die meisten Freunde meines Sohnes sind im Urlaub. Mein Mann bekommt in den Sommerferien nicht frei, da er kein schulpflichtiges Kind hat und die Kollegen dadurch Vorrang. Und nun stehe ich da, mit einem Job aus dem Homeoffice, einem Baby und einem Vierjährigen. Wenn da die Omas nicht aktiv werden würden, hätte ich ein richtiges Problem.

Wunderbar, wenn Großeltern von heute noch fit sind, um mit den Enkeln eine kleine Sause zu veranstalten. Da macht man Dinge, auf die die Eltern gar nicht kommen würden. Und das macht so richtig Spaß. Auch so mancher Erziehungsgrundsatz, mit denen mein Mann und ich erzogen wurden, wird einfach über den Haufen geworfen. Bei Oma darf man fast alles, was man zu Hause nie darf. Da gibt es mal Schokolade vor dem Abendessen und kurz nach dem Frühstück ein Eis. Wenn der Enkel an einem Spielwarenladen vorbeiläuft, wird schon mal schnell das gekauft, was das Herz des kleinen Lieblings erfreut – unabhängig von der Sinnhaftigkeit des Spielkrams. Wenn genug gequengelt wird, dann darf man auch mal fernsehen oder mit Oma durchs Internet brausen.

Omas und Opas sind einfach unersetzlich. Die Frage ist nur, ob es sinnvoll ist auch alle drei Generationen unter einem Dach – vielleicht ja in einem Generationenhaus zu vereinen? Schief geht es auf jeden Fall, wenn die Beteiligten ihre Grenzen nicht kennen.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Können Sie sich glücklich schätzen und sich über den Luxus in Form von Oma und Opa vor Ort erfreuen?

Lesen Sie mehr zum Thema Großeltern und Best Ager unter www.magazin-rubin.de

Kühner Spagat zwischen Job und Familie

Donnerstag, 13. August 2009
supermama

creativ collection

Supermamas! Überall lächeln sie mir auf Hochglanz-magazinen entgegen. Ganz ehrlich, ich kann das nicht mehr sehen und auch nicht mehr ernst nehmen. Heidi Klum und Angelina Jolie freuen sich auf ein Kind nach dem anderen. Und egal wie viele Kinder die sogenannten Supermamas haben, sie sehen immer noch entspannt und rosig aus. Zwischen einer Staffel “Germany’s next Topmodel”, einem McDonalds Werbedreh und einer Victoria Secret Fashion Show bekommt Heidi ihr viertes Baby und lächelt froh in einem fort. Wie macht die das nur? Insgeheim frage ich mich, wie viele Klum-Klone es eigentlich gibt?

Unsereins hat mit zwei Kindern schon ganz schön was zu stemmen. Nicht jeder Morgen beginnt rosig, vom Teint ganz zu schweigen. Sicherlich, Klum und Co haben eine hilfsbereite Angestelltenarmada, die sich um Haushalt, Fahrdienste, Einkauf und was sonst noch so alles ansteht kümmert. Aber trotzdem, auch Heidis Tag hat nur 24 Stunden.

Für mich ist die Vereinbarung von Job und Familie ein echter
Balanceakt, der oft auf ziemlich wackeligen Beinen steht. Nun habe ich aber das Glück zu 90 Prozent von zu Hause aus arbeiten zu können. Wie machen das die anderen Mamas, die den ganzen Tag außer Haus müssen, um die Brötchen zu verdienen?

Ich will nicht meckern. Denn ich habe es mir so ausgesucht. Meine Kinder und meine Familie sind mein Leben, aber der Job ist mir auch wichtig. Trotzdem beschleicht mich das ein oder andere Mal ein schlechtes Gewissen. Vor allem dann, wenn ich meinen Sohn wieder einmal in den Ferienkindergarten bringe, weil ich noch ein wichtiges Projekt abschließen muss. Irgendwie kommt immer etwas zu kurz. Entweder die Kinder, das Arbeitsprojekt oder einfach ich. Der Spagat zwischen Job und Familie ist eine sportliche Angelegenheit. Aber eben auch eine Herausforderung, die ich nicht missen möchte.

Wie meistern Sie Job und Familie? Beschleicht Sie auch das ein oder andere Mal ein schlechtes Gewissen, weil Sie nicht genug Zeit für Ihre Kinder haben?