Archiv für Dezember 2009

Weihnachts-Wahnsinn

Freitag, 18. Dezember 2009

Das Weihnachtsfest und die besinnliche Adventszeit sind für mich und meine Familie wirklich wunderschön. Denn wir sind echte Weihnachtsliebhaber und gnadenlose Romantiker. Aber der Geschenke-Wahnsinn am Heiligen Abend nimmt bei uns mittlerweile Ausmaße an, die ich langsam nicht mehr überschauen kann.

Der Überfluss fängt bei uns schon mit den Adventskalendern an. Wir sind ein Vierpersonenhaushalt mit zwei Erwachsenen, einem Vierjährigen und einer neun Monate jungen Dame. In unserem Haus befinden sich in diesem Jahr acht Adventskalender! Glauben Sie bitte nicht, dass die alle unserem Sohn gehören. Drei sind das Eigentum meines Mannes, zwei habe ich für mich reserviert, und drei weitere gehören dann wirklich unserem Stammhalter. Unsere Tochter ist im Moment noch außen vor – ich frag mich allerdings wie das dann im kommenden Jahr wird? Für die Adventskalender sind im Übrigen zum großen Teil Omas und Tanten verantwortlich.

Nun steht der Heilige Abend bald bevor. Ich hatte es ja schon einmal erwähnt: Wir sind eine große, ja sehr große Familie. Jeder will jedem irgendwie eine kleine Freude machen. Ich schließe mich da auch gar nicht aus. Ich finde es einfach schön, wirklich lieben Menschen eine kleine Freude zu bereiten. Und unabhängig davon, lasse ich mich auch gerne beschenken.

Bei einer Kleinigkeit bleibt es bei den Kindern allerdings dann doch nicht mehr. Da wollen Tanten, Onkel, Omas und Opas, Paten, Freunde und natürlich auch die Eltern ein Päckchen unter den Weihnachtsbaum legen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich mich als Kind über jedes einzelne Päckchen so richtig gefreut habe. Und meinem Sohn geht es ebenso. In diesem Jahr befürchte ich allerdings, dass wir unserem Weihnachtsbaum erst einmal die untersten Äste abtrennen müssen. Denn sonst passen die ganzen Päckchen gar nicht darunter. Am Weihnachtsabend ist nämlich die gesamte Familie bei uns versammelt. Da legen also nicht nur Tanten, Onkel, Omas und Opas, Paten und wir Eltern was unter den Baum. Nein, im Umkehrschluss liegt natürlich auch eine Kleinigkeit für alle oben genannten darunter.

Ein echter Weihnachts-Wahnsinn. Ich möchte ihn aber nicht missen. Denn egal, ob Groß oder Klein, jeder einzelne der Anwesenden hat beim Auspacken der Geschenke ein freudiges Funkeln in den Augen.

Wie sieht Ihr ganz persönlicher Weihnachts-Wahnsinn aus? Gibt es Geschenke in Maßen oder will in Ihrer Familie auch jeder jedem etwas schenken?

Foto: Oliver Haja/pixelio.de

Foto: Oliver Haja/pixelio.de

Manchmal kommt alles ganz anders

Mittwoch, 09. Dezember 2009

Für mich war klar: „Auch mein zweites Kind wird gestillt!“ Egal, welch abenteuerliche Odyssee ich mit meinem Erstgeborenen hinsichtlich des Stillens hinter mir hatte. Zuerst lief damals die Milch nicht richtig, dann hat mein kleiner Liebling die Brust als Dauernuckel entdeckt. So saß ich manchmal, es war ja mein erstes Kind und ich konnte ihm einfach nichts abschlagen, eine Dreiviertelstunde bis Stunde mit dem kleinen Wonneproppen an meiner Brust da. An entspanntes Stillen unterwegs war unter diesen Umständen gar nicht zu denken. Trotzdem habe ich diese intensive Zeit mit meinem kleinen Sohn genossen. Als ich dann nach einem halben Jahr den Schlussstrich unter das Stillen gezogen habe, ist mir doch die eine oder andere Träne über die Wange gerollt. Der Übergang vom Stillen zur Flasche lief ohne Komplikationen, und zwar von heute auf morgen. Der Kleine bekam von seinem Papa das erste Mal die Flasche, und hat sie sofort in sein Herz geschlossen. Mamas Brust war von nun an vergessen.

Mit meiner Tochter, meinem zweiten Kind, kam dann alles ganz anders. Auch sie habe ich gleich nach der Geburt an die Brust gelegt, und oh Wunder, das Stillen klappte von Anfang an. Ob es an einer gewissen Routine lag, oder einfach daran, dass ich entspannter an die Sache ran ging? Ich weiß es nicht, aber es war alles relativ unkompliziert. Sieht man einmal davon ab, dass meine Tochter eines der neugierigsten Wesen auf diesem Planeten ist und sie bei jedem kleinen Geräusch ihr Köpfchen in die Richtung des Geräuschverursachers drehen muss.

Mein persönliches Abstilldatum habe ich mir wieder nach sechs Monaten gelegt. Nun ja, das war mein Plan. Den Plan meiner Tochter habe ich dabei nicht mit einkalkuliert. Heute ist die Kleine knapp neun Monate und an Abstillen ist nicht zu denken. Meine kleine Prinzessin verweigert die Flasche. Ich möchte fast sagen, sie hat eine regelrechte Aversion dagegen. Am liebsten kuschelt sie an Mamas Brust, um dort nach einer kleinen Mahlzeit einzuschlafen. Tja, manchmal kommt eben alles anders als man denkt …

Wie klappt das Stillen bei Ihnen? Alles ganz unkompliziert oder eben doch eine Philosophie für sich?

Kurt Bouda/pixelio.de

Kurt Bouda/pixelio.de