“Mama, was ist ein Terroranschlag?” trifft mich die Frage meines vierjährigen Sohnes eines morgens wie ein Blitz auf der Fahrt zum Kindergarten. Ich versuche eine richtige und trotzdem altersgerechte Antwort zu finden. Die Frage, die ich mir allerdings im selben Moment stelle ist: „Woher kennt mein Sohn das Wort Terroranschlag?“ Ganz schnell wird es mir klar. Gerade eben habe ich die Radionachrichten gehört. Und zu den täglichen Nachrichten gehören für uns Erwachsene fast schon wie selbstverständlich Meldungen von Bombenanschlägen, Terror, Selbstmordattentaten und Amokläufen.
Ich bin passionierter Radiohörer. Aber ganz unterschwellig werden dabei meine Kinder bei jeder Autofahrt mit fürchterlichen Geschehnissen des täglichen Lebens berieselt. Seit jenem Morgen drehe ich, sobald die Nachrichten kommen, das Radio leise. Auch meine tägliche Zeitungslektüre verlege ich auf den Abend, wenn die Kinder im Bett sind. Dann kann ich mir sicher sein, dass sich eine Frage wie: „Was machen die Männer mit den großen Pistolen und vermummten Gesichtern da in der schmutzigen Baustelle?“, so schnell nicht wiederholt. Es gibt einfach Themen im Leben, die sind für kleine Kinderohren tabu.
Schlimm genug, dass es auf diesem Planeten Terror gibt. Schlimmer noch, dass es Kinder gibt, die inmitten dieser Terrorgebiete aufwachsen müssen und zu deren Tagesalltag der Krieg zählt. Wenn ich schon das Glück habe, an einem relativ friedlichen Ort zu leben, versuche ich mit aller Kraft jegliche Gewaltberieselung aus der Welt meiner Kinder zu verbannen.
Wie sieht es bei Ihrer Autofahrt aus? Hören die Kinder unzensiert mit und wird jedes Thema offen am Küchentisch diskutiert?
Foto: Franz Mairinger/pixelio.de

in der Tat ein „Schnullerkind“ ist, wird die Schnullerzeit soweit möglich und immer mehr reduziert, weil ich die Vorstellung, der Kleine könnte mit drei Jahren noch auf dem Schnuller herumnuckeln, ganz furchtbar finde.
lternzeit? Geht’s nach einem Jahr zurück in den Beruf? Oder gar schon früher? Werden die vollen drei Jahre Elternzeit ausgenutzt?
Das liebe Geld – ein Thema, das Eltern und Kinder gleichermaßen bewegt. Dabei ist klar: Taschengeld ist für Kinder wichtig. Es gibt ihnen ein wenig Autonomie, hilft, wirtschaftlich zu denken, und fordert Planung: Wofür möchte ich mein Geld ausgeben? Will ich es sparen für einen größeren Wunsch? Damit Kinder den Umgang mit Geld aber auch wirklich lernen können, ist die Strafmaßnahme „Taschengeldentzug“, die zu meiner Zeit neben dem Hausarrest eine beliebte Strafe war, nicht ratsam. Auch als Belohnungsinstrument ist Taschengeld nicht geeignet.
„Frühkindliche Betreuung“ ist ein Thema, das viele Gemüter erhitzt. Nicht wenige Menschen vertreten nach wie vor die Ansicht: „Mama ist die Beste“ und halten Fremdbetreuung im Kleinkindalter für schädlich, unterstellen dem Staat gar, sich in die Erziehung einzumischen.
Matchbox hier, Barbie-Haus da: In diesen Tagen dreht sich wieder alles um die Wunschzettel der lieben Kleinen. Glücklicherweise ist nicht jeder Wunschzettel bis zum Bersten mit Wünschen aus der bunten Spielzeugwelt gefüllt, doch Begehrlichkeiten werden schon im Kindergartenalter geweckt. Welches Elternteil hätte schließlich noch nicht Sätze gehört wie: „Der Max hat aber jenes … die Zoe hat aber dieses …“
Man kennt das ja: Diese kleinen, glitzernden Verpackungen der Süßigkeiten, die sicher auch nicht zufällig an der Kasse aufgebaut sind, üben eine unwiderstehliche Faszination auf Kinder aus. Eine wiederkehrende Szene mit unterschiedlichem Ausgang: Da gibt es Mütter, die ruhig und bestimmt auf die Süßigkeitenberge zu Hause oder auf die Süßigkeiten verweisen, die sich bereits im Einkaufswagen befinden, da gibt es Kinder, deren quengelndes Drängen garantiert funktioniert und da gibt es auch völlig unbeteiligte Kunden, die mit dem Satz „Nun seien Sie doch nicht so“ das Problem nun wahrlich nicht lösen, im Gegenteil.