Archiv für die Kategorie ‘Kinderkram’

It’s partytime!

Freitag, 27. November 2009

“Mama, ich freu mich so auf meinen fünften Geburtstag! Und da lade ich dann den Tim, den Christopher, den anderen Tim, die Mara, die Chiara, den Franz, den Johann, den Noah, den Dominik, den Oskar und … ein!“, höre ich meinen bis jetzt noch vier Jahre alten Sohn sein baldiges großes Fest freudig planen. Kindergeburtstage sind für Kinder einfach toll. Das soll ja auch so sein. Für mich bedeuten sie erst mal Stress. Aber davon sollen die Kinder gar nichts mitbekommen. Schließlich ist es ja ihr Ehrentag.

Irgendwann kursierte mal die eiserne Regel, dass man so viele Gäste einlädt, wie man Lenze zählt. Wir sind seit dem vierten Geburtstag davon abgekommen. Denn spätestens seit mein Sohn im Kindergarten ist, hat er mehr Freunde als er Jahre alt ist. Aber was machen, an besagtem fünften Geburtstag und das Mitte Januar? Ich scheue mich davor, die wild gewordene Horde quer durch’s Haus toben zu lassen. Danach kann ich unsere vier Wände erst mal generalsanieren lassen! Eine kleine Abkühlung vor der Türe ist sicherlich auch nicht drin. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es meist schlechtes Wetter war. Da würde ich selbst den Hund nicht vor die Türe schicken. Ein Besuch im Hallenbad vielleicht? Das ist aber auch nicht so leicht umsetzbar. Sicherlich würde sich die eine oder andere Mama noch anschließen, um unterstützend beiseitezustehen. Aber die Verantwortung für zehn kleine Nicht- beziehungsweise Gerade-erst-Schwimmer ist mir einfach zu groß. Was tun?

Die Rettung heißt Indoor-Spielplatz. Hier lässt es sich so richtig gut feiern. Und Spaß haben kann man allemal. Bei uns ganz in der Nähe gibt es eine wirklich sympathische Anlage mit allem, was das Kinderherz begehrt. Die haben faire Preise, das Restaurant kocht mit Bioprodukten und die Spielgeräte sind sauber und gepflegt. Mein Sohn ist von meinen Vorschlag begeistert. „Mama, dann kann ich ja auch noch den Sebastian, den David, den Max und die Leonie einladen!“

Bekommen Sie auch Schweißausbrüche, wenn Sie an die Planung des Kindergeburtstages denken? Und wo steigt bei Ihnen die große Sause?

Foto: Claudia Hautumm/pixelio.de

Foto: Claudia Hautumm/pixelio.de

Vom Terminstress eines Babys

Dienstag, 09. Juni 2009

Kaum sind sie geboren, haben sie auch schon einen vollen Terminkalender. Montags Krabbelgruppe und am Nachmittag dann Babygymnastik, dienstags PEKiP, am Mittwoch die beliebte Babymassage. Für den Donnerstag haben die Eltern dann die musikalische Früherziehung vorgesehen und zum wohligen Ausklang der stressigen Woche folgt am Freitag noch ein Stündchen Babyschwimmen im chlorigen Hallenbad – damit die ach so zarte Babyhaut mal eine ordentliche Abreibung bekommt.

Kann das gut sein? Oder vielmehr: Muss das sein? Will man ein so kleines Wesen mit vermeintlich wichtigen Terminen stressen und auf ein Leben vorbereiten, das den ein oder anderen wichtigen Termin sicherlich nicht bräuchte?

Oder sind es vielleicht die Mamas und Papas selbst, die diese Termine für sich belegen? Sind die Eltern vielleicht noch in einer Welt vor der Geburt des Kindes gefangen und nehmen den eigenen – manchmal vielleicht ja auch selbstgemachten – Terminstress mit ins Elternsein? Viele treibt sicherlich auch der Kontakt zu anderen Eltern an. Das ist ja vollkommen okay. Aber ein oder zwei Kurse müssten zur Kontaktaufnahme doch vollkommen ausreichen? Manchmal, so scheint es, herrscht schon eine Art Gruppenzwang der Eltern, der sie all diese unheimlich wichtigen Kurse buchen lässt. Und es beschleicht den ein oder anderen der Verdacht, dass man seinem Kind etwas vorenthalten möchte, es nicht fördern und fordern wolle, wenn man hier nicht mithält.

Vor Kurzem wurde ich von einer Bekannten gefragt, welche Kurse ich denn mit meiner zwölf Wochen alten Tochter besuchen würde. Meine Antwort: “Keinen einzigen.” Auf diese Antwort erntete ich baffes Erstaunen und irgendwie Unverständnis. Nein, ich tue mir und meinem Kind den Stress nicht an. Lieber lasse ich meine Tochter schlafen, wenn sie es möchte und zwinge ihr keinen Terminrhythmus auf. Das Terminieren kommt noch früh genug. Spätestens, wenn sie in den Kindergarten kommt.

Hat Ihr Baby ebenfalls einen übervollen Terminkalender, oder gönnen Sie Ihrem Kind auch mal eine Verschnaufpause?

Wie viel Spielzeug braucht das Kind?

Dienstag, 26. Mai 2009

“Wegen Überfüllung geschlossen!” So oder so ähnlich könnte es an der Tür zum Kinderzimmer meines 4-jährigen Sohnes heißen. Was sich in den vergangenen Jahren an Bespielbarem alles angesammelt hat, ist wirklich unglaublich. Aber ehrlich gesagt auch schön! Trotzdem beschleicht mich das ein oder andere Mal ein schlechtes Gewissen, das sich mit Fragen herumquält wie: “Ist das Kind denn nicht maßlos verwöhnt?”, “Weiß er das Ganze überhaupt zu schätzen?” Oder: “Will ich vielleicht irgendetwas mit dem ganzen Spielkram kompensieren?” Und dann kommen auch noch die absolut überflüssigen Kommentare der ein oder anderen Tante dazu wie: “Mein Gott, hat das Kind eine Menge Spielzeug!” Komisch nur, dass besagte Tanten bei jedem Besuch ihren Teil dazu beitragen, dass das Sortiment unserer Wasserspritzpistolen, um ein Weiteres ergänzt wird.

Mal ganz ehrlich, was kann ich denn dazu, dass wir eine so große Familie haben, die man alle Nase lang trifft? Und noch viel weniger kann ich dazu, dass jeder immer eine “Kleinigkeit” für die Kinder dabei hat. Außerdem werde ich einen Teufel tun, den Leuten zu verbieten meinem Kind etwas zu schenken. Wer freut sich denn nicht über Geschenke?! Außerdem sind mein Mann und ich so richtig verwöhnte Einzelkinder. Wäre es nicht ungerecht, die eigenen Kinder nicht auch zu verwöhnen? Sicherlich, nun stellt sich die Frage: “Kann man das Kind nicht auch anders, als mit Spielzeug verwöhnen?” Ja, man kann. Und zwar zusätzlich!

Unabhängig davon wird das Zeug in jedem Fall bespielt. Wenn heute nicht gerade von unserem Sohn, dann morgen oder übermorgen vielleicht von unserer Tochter. Aber in jedem Fall und das jederzeit von meinem Mann!

Wie sieht es denn im Kinderzimmer Ihrer lieben Kleinen aus?

Schnuller, neudeutsch: Beruhigungssauger

Mittwoch, 09. Juli 2008

Mein Nichte erwartet ihr viertes Kind, wie ich an dieser Stelle bereits berichtet habe. So richtig ausgedehnte Shoppingtouren sind nicht nötig, schließlich ist vom kleinen Luka noch alles vorhanden: Kinderwagen, Kindersitz, Stubenwagen und eine Wickelkommode, die schon seit einem dreiviertel Jahr nicht mehr verwendet wird, weil Luka über einen ausgeprägten Bewegungsdrang verfügt und es schlicht zu gefährlich ist, ihn auf der Wickelkommode zu wickeln.

Auf ein kleines Utensil mag meine Nichte jedoch auf gar keinen Fall verzichten: Den Schnuller. „Zur Beruhigung“, wie meine Nichte versichert. Ich finde hingegen, dass diese Dinger jedes Babygesicht verschandeln und eigentlich nicht nötig sind – es sei denn natürlich, man hat einmal damit angefangen. Wehe, der Luka hat seinen Schnuller nicht. Dann ist er da, der Weltuntergang. Luka brüllt, Mama – oder Großtante – kriechen auf dem Boden herum und suchen nach dem blöden Ding. Und nun will meine Nichte also dem neuen Baby auch den Schnuller angewöhnen.

Wenn ich ihr dann sage, dass das Kind, wenn es denn wirklich saugen möchte, ja immer noch den Daumen nehmen kann, ernte ich entsetzte Blicke: Wie will man den Daumen jemals wieder abgewöhnen, fragt meine Nichte dann. Und außerdem ist Daumenlutschen überhaupt nicht gut für die Zahnstellung, Schnuller sind der Kieferform wesentlich besser angepasst.

Ich weiß ja, dass der Schnuller heutzutage ganz normal ist, ich finde trotzdem, dass es auch anders geht. Und Sie, werte Leser? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

 

Foto: pixelio.de

Piraten auf der Arche

Samstag, 02. Februar 2008

Was macht man mit Piraten und einer Arche Noah? Ganz einfach: Die Tiere kommen in den neu eröffneten Zoo und die Piraten besegeln mit dem Schiff die sieben Weltmeeere. Das sind natürlich sehr liebe Piraten, die nur irgendwie durch Zufall ganz viel Gold aufgehäuft haben.

Böse Piraten haben nämlich im Weltbild der kleinen Lena so überhaupt keinen Platz. Es mag vielleicht für den einen oder anderen Leser ein wenig seltsam anmuten, dass sich Piraten der Arche Noah bemächtigen, aber derlei Zweifel kommen in Lenas Fantasie nicht vor.

Ich habe es noch nicht erwähnt, aber ich bin begeistert von Playmobil. Ich kenne diese lustigen Frauen und Männer erst aus den Spielkisten der Kinder meiner Nichte Tina und ich bin ehrlich ein wenig neidisch. Was es da nicht alles gibt! Bäcker mit Backstube, kleinen Broten, Öfen, Schüsseln; Bauarbeiter in Baggern; sogar kleine Playmobil-Babys – und natürlich Piraten, ausgestattet mit üppig gefüllten Schatztruhen und goldenen Kerzenleuchtern, die wirklich nicht sehr furchterregend aussehen, wie Lena fachmännisch feststellte. Und ich muss zugeben, dass Lenas Piraten zweifelsohne würdige Vertreter Noahs sind.

Unnötig zu erwähnen, dass die Affen und Papageien auf Noahs Arche … ich meine, auf dem Piratenschiff verblieben sind, nicht wahr?