Archiv für die Kategorie ‘Schwangerschaft’

Von spitzen Kugelbäuchen

Dienstag, 14. Oktober 2008

An dieser Stelle hatte ich es ja angekündigt: Unsere Familie ist gewachsen. Und: Es ist ein Junge. Der kleine Kilian ist quietschfidel und hält meine Nichte Tina ganz schön auf Trab. Wie gut, dass sie sich noch nie für eine rosa oder blaue Erstausstattung begeistern konnte, war sie doch bis zuletzt der festen Überzeugung, ein Mädchen zu bekommen – ohne, dass ihr Frauenarzt ihr diesbezüglich auf die Sprünge helfen durfte. Woher ihre Überzeugung stammte, vermag ich nicht zu sagen, woher meine – gegenteilige – kam, weiß ich dagegen ziemlich genau:

Meine Nichte Tina trug während ihrer Schwangerschaft nämlich einen recht spitzen Kugelbauch vor sich her und das ist ein recht eindeutiges Zeichen für einen Jungen – das wusste schon meine Oma. Nichte Tina zog mich denn auch munter auf mit meinen „Ammenmärchen“, wie sie es ausdrückte, und belächelte wohl insgeheim ihre abergläubische Tante – bis zur Geburt des kleinen Kilian. Nun druckst sie herum, wenn ich sie darauf anspreche und pocht auf den puren Zufall. Ich hingegen meine, dass dieses so genannte „Ammenmärchen“ mit Sicherheit einen wahren Kern haben muss – denn ich bin bei weitem nicht die einzige, die aufgrund der Bauchform auf einen Jungen schloss.

Natürlich lässt sich das nicht wissenschaftlich untermauern und wahrscheinlich liegt die Trefferquote nicht bei 100 Prozent, aber ein Quentchen Wahrheit muss doch drinstecken in diesem so genannten Babymythos. Was meinen Sie, liebe Leser: Liege ich so falsch mit dieser Meinung? Und kennen Sie noch andere “Babymythen”, denen Sie auch ein klein wenig Glauben schenken?

Schnuller, neudeutsch: Beruhigungssauger

Mittwoch, 09. Juli 2008

Mein Nichte erwartet ihr viertes Kind, wie ich an dieser Stelle bereits berichtet habe. So richtig ausgedehnte Shoppingtouren sind nicht nötig, schließlich ist vom kleinen Luka noch alles vorhanden: Kinderwagen, Kindersitz, Stubenwagen und eine Wickelkommode, die schon seit einem dreiviertel Jahr nicht mehr verwendet wird, weil Luka über einen ausgeprägten Bewegungsdrang verfügt und es schlicht zu gefährlich ist, ihn auf der Wickelkommode zu wickeln.

Auf ein kleines Utensil mag meine Nichte jedoch auf gar keinen Fall verzichten: Den Schnuller. „Zur Beruhigung“, wie meine Nichte versichert. Ich finde hingegen, dass diese Dinger jedes Babygesicht verschandeln und eigentlich nicht nötig sind – es sei denn natürlich, man hat einmal damit angefangen. Wehe, der Luka hat seinen Schnuller nicht. Dann ist er da, der Weltuntergang. Luka brüllt, Mama – oder Großtante – kriechen auf dem Boden herum und suchen nach dem blöden Ding. Und nun will meine Nichte also dem neuen Baby auch den Schnuller angewöhnen.

Wenn ich ihr dann sage, dass das Kind, wenn es denn wirklich saugen möchte, ja immer noch den Daumen nehmen kann, ernte ich entsetzte Blicke: Wie will man den Daumen jemals wieder abgewöhnen, fragt meine Nichte dann. Und außerdem ist Daumenlutschen überhaupt nicht gut für die Zahnstellung, Schnuller sind der Kieferform wesentlich besser angepasst.

Ich weiß ja, dass der Schnuller heutzutage ganz normal ist, ich finde trotzdem, dass es auch anders geht. Und Sie, werte Leser? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

 

Foto: pixelio.de

Aus drei mach vier

Dienstag, 29. Januar 2008

Gestern morgen rief mich meine Nichte Tina an und bat um einen nachmittäglichen Teeplausch, eine bei uns sehr geschätzte Tradition, die allerdings in der letzten Zeit nur sehr selten gepflegt wurde. Kein Wunder, dass ich sogleich begeistert zustimmte und gespannt auf den Nachmittag wartete: Was mir meine Nicht wohl zu berichten hatte?

Nun, ihre Nachricht war durchaus etwas Besonderes: Sie sei schwanger, erklärte sie mir freudestrahlend und hielt mir sogleich ein Ultraschallbild vor die Nase. Die Bilder sind mir zum Glück schon von Christoph, Lena und Luka vertraut und obwohl ich auf diesen Bildern meist nicht mehr als schwarz-weißes Schneegestöber erkennen kann, weiß ich diese Schwäche mit Kennermiene zu verbergen.

Stolze 17 Millimeter ist der Nachwuchs groß und fühlt sich in seiner Höhle pudelwohl, meint Frauenarzt Dr. B. Wunderbar! Ich denke, es kommen turbulente Monate auf uns zu.