
creativ collection
Als mein Mann und ich noch so ganz alleine, in trauter Zweisamkeit durch die Welt marschierten, konnte es sich keiner von uns richtig vorstellen, an der überfüllten italienischen Adriaküste zu verweilen. Vielleicht auch noch in den Urlaubshochburgen Rimini, Jesolo oder Bibione, um sich dort die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Aber mit Kindern hat sich zum Glück unser eingeschränkter Horizont ein wenig erweitert, und was noch viel besser ist: Wir wurden eines Besseren belehrt. Die italienische Adriaküste hat wirklich was für sich – vor allem mit Kindern.
Wir waren in Lignano. Nicht im Zentrum, dafür in einer wunderbaren Anlage, knapp zwei Kilometer vom Strand entfernt. Mit superschönem Pool, hervorragendem Essen und einem zum Relaxen bestens geeigneten Spa-Bereich für die Erwachsenen.
“Familienfreundlich” hieß es im Internet. Bisher habe ich dieses geflügelte Wort mit vielen, wie wild gewordenen und grölenden Kindern jeder Altersklasse verbunden. Und ehrlich gesagt bevorzuge ich eher einen entspannten und ruhigen Urlaub – und das auch mit Kindern. Deshalb hatte ich bei der Anreise ein ungutes Gefühl. Aber, auch hier hat sich in meinem Weltbild doch so einiges verändert.
Nach zehn Tagen italienischer Adriaküste ist unser Leben bereichert durch viele liebenswerte kleine und große Menschen aus der Schweiz, Österreich, Italien, Belgien sowie Nord-, Süd-, Ost- und Westdeutschland. Ein nettes Potpourri also von ganz lieben Menschen. Unser vierjähriger Sohn hat viele neue Freunde gewonnen. Und auch wir Erwachsenen haben uns prächtig verstanden. Es war ein Ort zum Wohlfühlen, Entspannen und Spaß haben zugleich – und das für Groß und Klein.
Und noch etwas ist passiert. Kaum ist man mit Kindern verreist, entwickeln sich diese sprunghaft weiter. Ist es auf die Luftveränderung, das ausgezeichnete mediterrane Essen, die italienische Sonne oder einfach nur auf das eigene ausgelassene Gefühl während des Urlaubs zurückzuführen? Was es auch immer ist. Es war einfach wunderbar. Und es hat bei unserem Sohn dazu geführt, dass er ein echter Italienfan geworden ist und sich an der heimischen Wursttheke für ein geschenktes Stückchen Gelbwurst mit “mille grazie!” bedankt.
Haben Sie auch so positive Urlaubserfahrungen gemacht und nette Menschen kennengelernt? Oder lief bei Ihnen alles anders?
