Vorsicht Tretmienen!

02. März 2010

Ich bin ein echter Tierfreund. Wirklich! Immerhin haben wir selbst drei Katzen und wenn es die Zeit zulassen würde, hätte ich gerne auch noch einen Hasen, ein Meerschweinchen oder einen Hund. Aber der ein oder andere Hundebesitzer zählt nicht zum Kreis der Menschen, die ich sympathisch finde – und das spätestens seit vergangenem Samstag. Mein Sohn und ich gingen gerade aus unserem Gartentürchen, es war bereits dunkel. Was ich nicht sehen konnte, roch ich dafür umso intensiver. An den Stiefeln meines Kindes klebte der freundliche Gruß eines Vierbeiners. Entsprechend der Größe des Haufens, kann ich nur vermuten, dass es ein großes Hündchen gewesen sein muss, das sich knapp einen halben Meter vor meinem Gartentor verewigt hatte. Was sich mir in der Dämmerung noch offenbarte, war ein großes Stück Küchenpapier, das vom Hundehalter fein säuberlich über dem stinkenden Haufen drapiert wurde. Sollte es die Aufforderung für mich sein, das Zeug mit dem Zewa zu entsorgen? Oder wie sollte ich das verstehen?

Nach kurzer Schnappatmung galt es zu handeln. In diesem Fall habe ich mich über die Schneehaufen rund um unser Grundstück gefreut. Der erste Notfallplan hieß, die Schuhe so gut es geht im Schnee zu reinigen. Am liebsten hätte ich die Dinger allerdings gleich weggeschmissen.

Irgendwie stellt sich mir die Frage, was in einem solchen Hundehalter vorgeht? Es reicht mir grundsätzlich schon, dass ich mit dem Kinderwagen auf bestimmten Strecken Slalom fahren muss, um den stinkenden Tretminen auszuweichen. Gerade für Kinder ist es mittlerweile auch nicht mehr ganz ohne, eine Grünfläche zu betreten. Irgendwo, da kann man sich sicher sein, ist ein netter kleiner Haufen zwischen den grünen Halmen verborgen. Den Hunden kann man sicherlich keinen Vorwurf machen, die tun nur das, was sie tun müssen.

Freuen Sie sich auch über die kleinen und großen Haufen, die Ihren und den Weg Ihrer Kinder pflastern? Oder vielleicht kennen Sie ja auch einen „vorbildlichen“ Hundehalter, der immer ein kleines Tütchen parat hat, um die Hinterlassenschaften seines Hundes selbst zu entsorgen?

Foto: Matthias Stöbener / pixelio.de

Foto: Matthias Stöbener / pixelio.de

Erziehung: Ein Lebenswerk

10. Februar 2010

Kennen Sie auch Leute, die zwar keine Kinder haben, dafür aber die besten Erziehungsratschläge? Ich kenne solche Leute. Und glauben Sie mir, ich habe deren vermeintlich gute Erziehungstipps echt satt.

Von besagten Leuten bekam ich Sätze zu hören wie: „Wenn das mein Kind wäre, würde ich ihm einfach mal einen Tag nichts zu essen geben.“ Oder: „Zu Essen gibt es eben nur das, was auf dem Tisch kommt.“ Beide Ratschläge bezogen sich auf das Thema „Mein Kind verweigert das Essen, das ich gerade auf den Tisch gestellt habe.“ Ein weiterer toller Ratschlag für nicht aufräumwillige Kinder ist folgender: „Wenn er keine Lust zum Aufräumen hat, würde ich sein ganzes Spielzeug einfach wegwerfen.“ Darüber kann ich nur müde lächeln. Denn Erziehung weicht in der Praxis vollkommen von der blanken Theorie ab.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich, als ich noch kinderlos war, ebenfalls so „schlaue“ Weisheiten parat hatte. Die rieb ich vielleicht den Eltern nicht gleich auf die Nase, aber gedacht habe ich mir Derartiges allemal.

Heute bin ich schlauer. Erstens habe ich gelernt, dass ich Sanktionen, die ich meinem Kind androhe, unbedingt auch durchziehen muss. Ansonsten werde ich nicht mehr ernst genommen. Aber meinem Kind einen Tag nichts zu essen zu geben, käme einer Art Foltermethode gleich. Vielleicht nicht unbedingt für mein Kind, sondern vielmehr für mich. Und Spielzeug wegzuwerfen, das ich vorher teuer gekauft habe, ist auch nicht gerade der Königsweg. Zweitens käme ich mittlerweile mit den Sanktionen gar nicht mehr hinterher. Denn wenn ein Fünfjähriger so richtig in Fahrt ist, kommt man aus dem Erziehen den ganzen Tag gar nicht mehr heraus. Und schließlich muss es auch andere Möglichkeiten geben, um der Sache Herr zu werden.

Wie schwer Erziehung ist, habe ich mir in den kühnsten Träumen nicht ausmalen können. Es ist ein wahres Lebenswerk und erfordert höchste Präzision. Wie oft man sich dabei selbst überwinden, überdenken und immer wieder neu definieren muss, war mir nicht klar. Ich ziehe heute den Hut vor einer guten Freundin mit drei kleinen Kindern im nicht deutschsprachigen Ausland lebend, und einem Mann, der sehr viel auf Geschäftsreisen ist. Heute erst verstehe ich, welche Meisterleistung sie unter diesen Umständen vollbracht und ihre drei kleinen Kinder wirklich vorbildlich erzogen hat.

Kennen Sie auch so hilfreiche Erziehungsratgeber? Ist das Thema Erziehung für Sie ein wahres Kinderspiel oder ein lebenslanger Lernprozess – und zwar nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Erwachsenen?

Foto: Cornerstone/pixelio.de

Foto: Cornerstone/pixelio.de

Antibiotikum, muss das sein?

26. Januar 2010

Bisher blieben wir noch verschont. Doch vor zwei Wochen war es dann „endlich“ soweit. Vier Tage vor dem fünften – und ihm Übrigen von ihm heißersehnten – Geburtstag, bekam mein Sohn Scharlach. Seine erste Kinderkrankheit! Es war mir klar, dass es uns auch irgendwann einmal treffen würde. Aber musste es unbedingt der Geburtstag sein?!

Mein kleiner Schatz tat mir gleich in zweifacher Hinsicht leid: Einerseits, weil er krank war und es ihm wirklich nicht gut ging. Andererseits, weil wir die große Kindergeburtstagsparty erst einmal bis auf Weiteres verschieben mussten.

Nach dem Besuch bei unserer Kinderärztin hatten wir die Gewissheit: Es ist Scharlach. Gleichzeitig signalisierte ein Schnelltest aber auch, dass sich unsere zehn Monate alte Tochter noch nicht angesteckt hatte. Nun hieß es, strategisch an die Sache heran zu gehen. Eigentlich wäre ein Antibiotikum nicht zwingend nötig gewesen, um die Krankheit zu überstehen. Die Gabe eines Antibiotikums kommt für mich nur infrage, wenn es gar nicht anders geht. Da unsere Tochter aber bisher verschont war, entschieden wir uns für die „schnelle“ Lösung. Also für das Antibiotikum und damit hoffentlich auch gegen eine Ansteckung der kleinen Schwester. Denn, so sagte mir die Ärztin, mit dem Antibiotikum sei mein Sohn innerhalb der nächsten 24 bis 48 Stunden nicht mehr ansteckend.

Meine beiden Kinder lieben sich wirklich sehr. Es ist mir kaum möglich, die beiden ganze 24 oder gar 48 Stunden getrennt voneinander zu halten. Trotz großer Liebe hat sich mein Sohn aber strikt an das kleine-Schwester-Küssverbot gehalten. Nun können wir aufatmen. Die Kleine ist bisher von Scharlach verschont geblieben. Der große Bruder hat alles super überstanden.

Trotzdem plagt mich ein wenig das schlechte Gewissen. Wäre mein Sohn das einzige Kind, hätte ich auf das Antibiotikum verzichtet. Als Präventionsmaßnahme für seine kleine Schwester, habe ich es ihm verabreicht. Irgendwie ist das schon ein wenig ungerecht ….

Finden Sie es auch ungerecht? Und geht es Ihnen auch so, dass die Großen, obwohl Sie es eigentlich gar nicht beabsichtigen, zurückstecken müssen. Beschleicht Sie dabei manchmal ein schlechtes Gewissen?

Foto: Klicker / pixelio.de

Foto: Klicker / pixelio.de

Kindermund tut Wahrheit kund

20. Januar 2010

Meine Güte, es ist mir heute noch peinlich! Es ist mittlerweile ein halbes Jahr her, als ich mit meinem damals vierjährigen Sohn beim Einkaufen war. Als wir gemeinsam die Einkaufstüten im Kofferraum unseres Autos verstauten, stand direkt neben uns eine sympathische ältere Dame, die genau das Gleiche tat. Plötzlich fragte mein Sprössling lautstark: „Mama, was hat die Dame für dicke Striche im Gesicht?“ Erst einmal wusste ich gar nicht, was der kleine Mann eigentlich meinte. Ich drehte mich kurz zu besagter Dame um. Danach war es mir schlagartig klar. Mir lief es gleichzeitig kalt und warm den Rücken herunter. Nicht etwa, weil die Dame gar so schauerlich aussah, sondern vielmehr, weil ich in akuter Erklärungsnot war. Diese gründete im Übrigen nicht darauf, meinem Sohn das Älterwerden und die damit einhergehende Faltenbildung näherzubringen. Sondern vielmehr darin, die wirklich sehr freundlich wirkende Mitsiebzigerin nicht zu kränken. Denn ich war mir in diesem Moment sicher, dass die Dame die Frage meines Sohnes gehört und verstanden hatte.

Wäre irgendwo ein Loch in der Nähe gewesen in das ich ganz schnell hineinhüpfen hätte können, um mich zu verstecken, ich hätte es auf direktem Weg aufgesucht. Die ganze Peinlichkeit hatte vielleicht maximal eine Minute gedauert, für mich waren es gefühlte 24 Stunden.

Jetzt hieß es schnell handeln. Als Antwort gab ich meinem Sohn, dass er doch bitte schnell einsteigen solle, dann würde ich ihm alles erklären. Als er mit der Frage ansetzte: „Aber Mama, was …?“, hielt ich ihm den Mund zu und legte ihm so schnell wie noch nie den Sicherheitsgurt des Kindersitzes an. Der kleine Kerl war vollkommen baff. Vor allem als ich ihn relativ durchdringend Nasenspitze an Nasenspitze ansah. Als ich die Türe neben dem jungen Herren ins Schloss fallen ließ, rannte ich förmlich zur Fahrerseite. An Anschnallen war im ersten Moment gar nicht zu denken. Für mich hieß es erst einmal, die Flucht zu ergreifen und zwar so schnell wie möglich.

Als wir endlich im schalldichten Raum und vor allem in sicherer Entfernung waren, ging ich ans Erklären der Themen Altwerden, Faltenbildung und vor allem sagte ich meinem kleinen Schatz: „Manchmal ist es besser, die Frage im Kopf zu behalten und die Mama erst später zu fragen, denn es könnte sich jemand dabei verletzt fühlen.“

Mussten Sie auch schon mal die Flucht ergreifen, als Ihr Nachwuchs eine brisante Frage im Beisein von Dritten stellte? Oder behalten Sie in solch einer Situation die Nerven?

Foto: Robert Babika / pixelio.de

Foto: Robert Babika / pixelio.de

Weihnachts-Wahnsinn

18. Dezember 2009

Das Weihnachtsfest und die besinnliche Adventszeit sind für mich und meine Familie wirklich wunderschön. Denn wir sind echte Weihnachtsliebhaber und gnadenlose Romantiker. Aber der Geschenke-Wahnsinn am Heiligen Abend nimmt bei uns mittlerweile Ausmaße an, die ich langsam nicht mehr überschauen kann.

Der Überfluss fängt bei uns schon mit den Adventskalendern an. Wir sind ein Vierpersonenhaushalt mit zwei Erwachsenen, einem Vierjährigen und einer neun Monate jungen Dame. In unserem Haus befinden sich in diesem Jahr acht Adventskalender! Glauben Sie bitte nicht, dass die alle unserem Sohn gehören. Drei sind das Eigentum meines Mannes, zwei habe ich für mich reserviert, und drei weitere gehören dann wirklich unserem Stammhalter. Unsere Tochter ist im Moment noch außen vor – ich frag mich allerdings wie das dann im kommenden Jahr wird? Für die Adventskalender sind im Übrigen zum großen Teil Omas und Tanten verantwortlich.

Nun steht der Heilige Abend bald bevor. Ich hatte es ja schon einmal erwähnt: Wir sind eine große, ja sehr große Familie. Jeder will jedem irgendwie eine kleine Freude machen. Ich schließe mich da auch gar nicht aus. Ich finde es einfach schön, wirklich lieben Menschen eine kleine Freude zu bereiten. Und unabhängig davon, lasse ich mich auch gerne beschenken.

Bei einer Kleinigkeit bleibt es bei den Kindern allerdings dann doch nicht mehr. Da wollen Tanten, Onkel, Omas und Opas, Paten, Freunde und natürlich auch die Eltern ein Päckchen unter den Weihnachtsbaum legen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich mich als Kind über jedes einzelne Päckchen so richtig gefreut habe. Und meinem Sohn geht es ebenso. In diesem Jahr befürchte ich allerdings, dass wir unserem Weihnachtsbaum erst einmal die untersten Äste abtrennen müssen. Denn sonst passen die ganzen Päckchen gar nicht darunter. Am Weihnachtsabend ist nämlich die gesamte Familie bei uns versammelt. Da legen also nicht nur Tanten, Onkel, Omas und Opas, Paten und wir Eltern was unter den Baum. Nein, im Umkehrschluss liegt natürlich auch eine Kleinigkeit für alle oben genannten darunter.

Ein echter Weihnachts-Wahnsinn. Ich möchte ihn aber nicht missen. Denn egal, ob Groß oder Klein, jeder einzelne der Anwesenden hat beim Auspacken der Geschenke ein freudiges Funkeln in den Augen.

Wie sieht Ihr ganz persönlicher Weihnachts-Wahnsinn aus? Gibt es Geschenke in Maßen oder will in Ihrer Familie auch jeder jedem etwas schenken?

Foto: Oliver Haja/pixelio.de

Foto: Oliver Haja/pixelio.de

Manchmal kommt alles ganz anders

09. Dezember 2009

Für mich war klar: „Auch mein zweites Kind wird gestillt!“ Egal, welch abenteuerliche Odyssee ich mit meinem Erstgeborenen hinsichtlich des Stillens hinter mir hatte. Zuerst lief damals die Milch nicht richtig, dann hat mein kleiner Liebling die Brust als Dauernuckel entdeckt. So saß ich manchmal, es war ja mein erstes Kind und ich konnte ihm einfach nichts abschlagen, eine Dreiviertelstunde bis Stunde mit dem kleinen Wonneproppen an meiner Brust da. An entspanntes Stillen unterwegs war unter diesen Umständen gar nicht zu denken. Trotzdem habe ich diese intensive Zeit mit meinem kleinen Sohn genossen. Als ich dann nach einem halben Jahr den Schlussstrich unter das Stillen gezogen habe, ist mir doch die eine oder andere Träne über die Wange gerollt. Der Übergang vom Stillen zur Flasche lief ohne Komplikationen, und zwar von heute auf morgen. Der Kleine bekam von seinem Papa das erste Mal die Flasche, und hat sie sofort in sein Herz geschlossen. Mamas Brust war von nun an vergessen.

Mit meiner Tochter, meinem zweiten Kind, kam dann alles ganz anders. Auch sie habe ich gleich nach der Geburt an die Brust gelegt, und oh Wunder, das Stillen klappte von Anfang an. Ob es an einer gewissen Routine lag, oder einfach daran, dass ich entspannter an die Sache ran ging? Ich weiß es nicht, aber es war alles relativ unkompliziert. Sieht man einmal davon ab, dass meine Tochter eines der neugierigsten Wesen auf diesem Planeten ist und sie bei jedem kleinen Geräusch ihr Köpfchen in die Richtung des Geräuschverursachers drehen muss.

Mein persönliches Abstilldatum habe ich mir wieder nach sechs Monaten gelegt. Nun ja, das war mein Plan. Den Plan meiner Tochter habe ich dabei nicht mit einkalkuliert. Heute ist die Kleine knapp neun Monate und an Abstillen ist nicht zu denken. Meine kleine Prinzessin verweigert die Flasche. Ich möchte fast sagen, sie hat eine regelrechte Aversion dagegen. Am liebsten kuschelt sie an Mamas Brust, um dort nach einer kleinen Mahlzeit einzuschlafen. Tja, manchmal kommt eben alles anders als man denkt …

Wie klappt das Stillen bei Ihnen? Alles ganz unkompliziert oder eben doch eine Philosophie für sich?

Kurt Bouda/pixelio.de

Kurt Bouda/pixelio.de

It’s partytime!

27. November 2009

“Mama, ich freu mich so auf meinen fünften Geburtstag! Und da lade ich dann den Tim, den Christopher, den anderen Tim, die Mara, die Chiara, den Franz, den Johann, den Noah, den Dominik, den Oskar und … ein!“, höre ich meinen bis jetzt noch vier Jahre alten Sohn sein baldiges großes Fest freudig planen. Kindergeburtstage sind für Kinder einfach toll. Das soll ja auch so sein. Für mich bedeuten sie erst mal Stress. Aber davon sollen die Kinder gar nichts mitbekommen. Schließlich ist es ja ihr Ehrentag.

Irgendwann kursierte mal die eiserne Regel, dass man so viele Gäste einlädt, wie man Lenze zählt. Wir sind seit dem vierten Geburtstag davon abgekommen. Denn spätestens seit mein Sohn im Kindergarten ist, hat er mehr Freunde als er Jahre alt ist. Aber was machen, an besagtem fünften Geburtstag und das Mitte Januar? Ich scheue mich davor, die wild gewordene Horde quer durch’s Haus toben zu lassen. Danach kann ich unsere vier Wände erst mal generalsanieren lassen! Eine kleine Abkühlung vor der Türe ist sicherlich auch nicht drin. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es meist schlechtes Wetter war. Da würde ich selbst den Hund nicht vor die Türe schicken. Ein Besuch im Hallenbad vielleicht? Das ist aber auch nicht so leicht umsetzbar. Sicherlich würde sich die eine oder andere Mama noch anschließen, um unterstützend beiseitezustehen. Aber die Verantwortung für zehn kleine Nicht- beziehungsweise Gerade-erst-Schwimmer ist mir einfach zu groß. Was tun?

Die Rettung heißt Indoor-Spielplatz. Hier lässt es sich so richtig gut feiern. Und Spaß haben kann man allemal. Bei uns ganz in der Nähe gibt es eine wirklich sympathische Anlage mit allem, was das Kinderherz begehrt. Die haben faire Preise, das Restaurant kocht mit Bioprodukten und die Spielgeräte sind sauber und gepflegt. Mein Sohn ist von meinen Vorschlag begeistert. „Mama, dann kann ich ja auch noch den Sebastian, den David, den Max und die Leonie einladen!“

Bekommen Sie auch Schweißausbrüche, wenn Sie an die Planung des Kindergeburtstages denken? Und wo steigt bei Ihnen die große Sause?

Foto: Claudia Hautumm/pixelio.de

Foto: Claudia Hautumm/pixelio.de

Virenalarm! Oder: Wie viel Impfen muss sein?

14. November 2009

Sind Sie schon gegen die „Neue Grippe“ – besser bekannt als Schweinegrippe – geimpft? Ich nicht, mein Mann auch nicht und die Kinder sowieso noch nicht. Bei mir herrscht Verunsicherung, und das auf höchstem Niveau. Ich bin nicht gerade das, was man einen absoluten Impfbefürworter nennt. Für mich heißt es: Impfen ja, aber sicherlich nur dann, wenn es absolut sinnvoll ist.

Im Fall der „Neuen Grippe“ bin ich von der Sinnhaftigkeit der Impfung bei meiner Entscheidungsfindung noch weit entfernt. Die „Neue Grippe“ verläuft, so lese ich es in den Medien, in den meisten Fällen weniger aggressiv, als die „normale“ Grippe. Und gegen diese haben wir uns auch nicht impfen lassen. Trotzdem verfalle ich langsam in eine Art Hysterie. Der Seifenverbrauch unserer Familie ist in den vergangenen Wochen exponentiell gestiegen. Kaum haben wir unser Haus betreten, folgt schon meine Frage: „Hast Du Dir schon die Hände gewaschen?“ Ehrlich gesagt, die ganze Familie ist davon schon vollkommen genervt. Mittlerweile geht meine Angst vor dem Virus H1N1 schon soweit, dass ich mir ernsthaft überlege, ob ich mit meinem vierjährigen Sohn einen Indoor-Spielplatz besuchen will. Immerhin könnten sich hier zahlreiche potentielle Neue-Grippe-Überträger tummeln.

Vorgestern war ich beim Einkaufen. In meinem Einkaufswagen fand sich – leider habe ich es nicht gleich bemerkt, sonst hätte ich einen anderen Wagen genommen – ein benutztes Taschentuch. Igitt! Mir lief es gleich heiß und kalt den Rücken hinunter. Gott sei Dank, bin ich im Moment mit Desinfektionstüchern gut ausgestattet. Mit spitzen Fingern und einem Desinfektionstuch als „Greifhilfe“ habe ich das feindliche Objekt erst einmal in den Mülleimer befördert. Und im Anschluss meinen Einkaufswagen an besagter Taschentuchstelle desinfiziert. Im Nachhinein habe ich mich gefragt, ob ich vielleicht bald überschnappe. Trotzdem halte ich ein bisschen Prävention in Sachen Grippe – sei es die Neue oder auch die Normale Grippe – für absolut legitim. Heute frage ich mich auch: „Was denkt sich eigentlich jemand dabei, sein sabberndes Taschentuch in einen Einkaufswagen zu legen ??!!!!“

Sind Sie auch schon hysterisch wegen der „Neuen Grippe“? Haben Sie sich und Ihre Familie impfen lassen? Oder sehen Sie alles ganz gelassen und warten erst mal ab?

Foto: S. Hainz/pixelio.de

Foto: S. Hainz/pixelio.de